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Erfahrungsberichte

„Dare to dream“-Village in Genf/Schweiz

Traum-Village in den Bergen

Diesen Sommer haben wir, das sind Anna, Felicitas, Jonathan, Félicien und Anneke, uns auf die Reise nach Genf gemacht. Auf der Landkarte ist Genf von München aus gesehen nur einen Katzensprung entfernt, aber besonders für die Kinder war es ein großer Sprung in ein spannendes Abenteuer! Wir alle hatten die gleiche Mission: Freunde in der ganzen Welt finden!Und so ging es mit (ein bisschen) Bauchkribbeln los.

Wir waren in einer tollen Jugend- herberge mitten in den Bergen unter- gebracht und somit hatten wir nicht nur eine wunderbare Aussicht, sondern schon früh morgens hat uns der erste Sonnenstrahl aus dem Bett gekitzelt. Mit einem leckeren Frühstück und viel Energie wurde dann in den Tag gestartet und besonders Kiitos (das klingt wie ein Zauberwort und nur ein echter CISVler weiß, was das ist) löste bei allen Freudensprünge aus.

Nach zahlreichen Aktivitäten tagsüber hatte abends jeder Zeit, in seiner Delegation von seinen Lieblingsaktivitäten des Tages zu erzählen. Ein Tag ist uns sicherlich allen in besonders guter Erinnerung geblieben, denn wir durften Gast in einer Schokoladenfabrik sein. Nach einer kurzen Führung haben wir so viel Schokolade essen können, wie wir wollten – die meisten von uns sind mit einem fast zu vollen Bauch wieder rausgelaufen.

Aber auch der Besuch eines Alphornfestivals gehörte zu unserem Programm und gab uns die Möglichkeit, ein bisschen Schweizer Kultur zu genießen. Eine Wanderung in die Berge war für uns zwar nichts Besonderes, aber für Kinder aus anderen Ländern war es ein richtiges Abenteuer, einen Berg zu besteigen.

Zusammen haben wir viele tolle Ausflüge gemacht, Spiele gespielt, gelacht, gesungen und vieles mehr. All das hat uns in einer kurzen Zeit zu einer großen Familie zusammenwachsen lassen. Jeder hat mit seiner eigenen Art das Camp bereichert und viele Erfahrungen gesammelt. Alle haben viele Freunde mit nach Hause genommen und keiner wollte, dass das Camp vorbei ist! Aber natürlich war es auch schön, die eigene Familie nach einer so langen Zeit wiederzusehen und von unserer wunderbaren Zeit in der Schweiz zu erzählen.

Unten: vorne v.l.n.r.: Jonathan, Félicien, Felicitas, Anna; hinten: Anneke
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„Be a star“-Village in Nagano/Japan

Wenn unsere Kinder reisen ...

Vom 31.7.-29.8.2013 durfte unsere Tochter Nina an einem Village in Japan teilnehmen. Hier versuche ich zu beschreiben, wie ich als Mutter diese Zeit erlebt habe. Die Teilnahme an einem Village teilt sich in drei Abschnitte: die Vorbereitungszeit, finally „on tour“, schließlich die Nachbereitungszeit.

Ich möchte mit der Zeit vor dem Village beginnen. Nachdem alle An- meldungsformalitäten erledigt waren und die Kinder im Januar das erste Kennenlern-Wochenende gemeinsam in Grafrath verbracht hatten, wurden im Februar die Plätze verteilt. Unsere Tochter durfte im Sommer für vier Wochen nach Japan fahren! Gleichzeitig ließ sich aber ein leicht mulmiges Gefühl nicht verleugnen. Es stand doch im Alter von elf Jahren eine kleine Weltreise bevor!

Im März fand zusammen mit dem Village-Komitee das erste Treffen aller Eltern statt, deren Kinder in diesem Jahr verreisen durften. Auch die Begleiter waren, falls sie schon feststanden, dabei. Erste Kontakte wurden geknüpft, erste Termine für Treffen festgelegt. Im Mai fand das erste Delegations- und Elterntreffen statt. Wir alle waren sehr neugierig, da wir endlich die anderen Kinder und die Begleiterin besser kennenlernen wollten.

Gleich beim ersten Treffen bildeten wir Eltern ein gutes Team. Viele Dinge wurden besprochen, Aufgaben wie die Gestaltung eines Booklets und eines Delegations-T-Shirts, Gastgeschenke etc. wurden verteilt. Wichtige Camp- Formalitäten wurden erläutert. In der Zwischenzeit hatte die Delegation Zeit, sich gegenseitig kennenzulernen. Begeistert planten sie die Gestaltung des Booklets und des T-Shirts.

Es war nicht einfach, für vier Familien und eine Begleitperson gemeinsame Termine für Treffen zu finden. Deshalb mussten wir bspw. die Aufnahme unserer Videopräsentation über München im strömenden Regen durchführen. Aber auch das meisterte die Delegation erfolgreich. Die Kinder trafen sich noch mehrmals mit ihrer Begleiterin, um gut vorbereitet zu sein. Auch ein Elterntreffen fand noch statt, bei dem die Einreiseformalitäten und mitzubringendenFormularebesprochen wurden. Mittlerweile kannten sich alle gut, wir alle fühlten uns gut vorbereitet. Ein letztes Precamp-Wochenende verbrachte die Delegation gemeinsam mit den anderen Delegationen in einer Jugendherberge. Je näher das Abreisedatum kam, umso mehr stieg die Spannung. Jetzt wollten sie doch endlich die Kinder aus den anderen Nationen treffen. Die gemeinsame Vorbereitungszeit empfand ich als sehr wichtig, damit sich sowohl die Kinder als auch die Eltern und die Begleiterin kennenlernen und sich gegenseitig vertrauen konnten.

Die Reise konnte also beginnen: Die letzte Nacht vor dem Abflug schliefen wir trotz großer Aufregung sehr gut. Das Packen und die Vorbereitungen waren doch ziemlich anstrengend gewesen. Früh am Morgen trafen wir uns alle im Abflugbereich am Flughafen, machten letzte Fotos und verabschiedeten uns von unseren Kindern. Als sie ein letztes Mal an der Sicherheitskontrolle winkten, ließen sich doch manche besorgte Blicke von uns nicht vermeiden, sollten wir doch vier Wochen kaum Kontakt zu ihnen am anderen Ende der Welt haben.

Aber schon in der Nacht kam die SMS der Begleiterin aus Japan, dass sie gut angekommen waren. Bald kamen auch die ersten Bilder aus den japanischen Gastfamilien. Es war schön zu sehen, wie sich unsere Tochter in der doch völlig fremden Kultur zurechtfand und sich sehr wohl fühlte bei den Gasteltern. Die Begleiterin hielt uns durch regelmäßige Nachrichten auf dem Laufenden. Die vier Wochen vergingen dann doch sehr schnell. Sicher vermissten wir unsere Tochter. Aber wir wussten, dass sie eine großartige Zeit hatte und unvergessliche Erfahrungen sammelte.
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Karl, Benjamin, Daniela, Nina, Veronika (v.l.n.r.)


Endlich wieder daheim! Am Flughafen hatten sich alle Familien mit Transparenten und Luftballons versammelt. Da kam unsere Tochter auch schon angestürmt und wurde von allen umarmt. Die letzten gemeinsamen Fotos wurden geschossen. Nach der langen Heimreise war sie dann doch sehr müde. Glücklich fuhren wir nach Hause. Gleich im Auto berichtete sie schon von ihren tollen Erfahrungen und den vielen neuen Freunden, verstreut über die ganze Welt. Auch ein bisschen Heimweh hatte sie. Aber das gehört dazu! Ihr Dirndl ist jetzt in Mexiko, getauscht gegen eine mexikanische Tracht. Im Koffer befanden sich viele Erinnerungsstücke. Erst ein gemeinsames Pastcamp-Wochenende im September bildete den echten Abschluss der Reise.

Sabine Lloyd
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